Kosmetik selber machen

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Kaffee-Gesichtspeeling: Hier haben wir noch einen super Tipp für selbstgemachte Kosmetik - ohne Chemie, Plastik. Denn gerade in herkömmlichem Peeling ist oft sowas versteckt, dabei geht es so einfach selber herzustellen.

Zutaten:
- 3 EL Olivenöl
- 5 El Kaffeesatz
- optional: 1 EL sehr grob gemahlene Kaffeebohnen

So wird's gemacht: Kaffeesatz mit dem Öl verrühren, vorsichtig im Gesicht einmassieren und mit lauwarmem Wasser abwaschen. Hier findet ihr mehr Infos und weitere Ideen!

Lippenbalsam: Kosmetik wie einfache Lippenpflege kann man ganz leicht selbermachen. Dies ist auch noch kostengünstig und komplett ohne Chemie und Plastik. Also schmeißt eure leere Lippenstifthülse nicht weg, denn die könnt ihr ruckzuck wiederbefüllen!

Zutaten:
- 3 EL Bienenwachs oder Kakaobutter
- 1 EL Olivenöl
- Aufbewahrungsbehältnis
- optional: z. B. feines Rote-Bete-Pulver
- optional: einige Tropfen von z. B. Mandel-, Zitrus-, Jojoba-, Vitamin-E, ... -Öl

So wird's gemacht:

Alles was ihr für eine ausreichende Lippenpflege tun müsst, ist, das Wachs und Öl in einem kleinen Topf zu erwärmen. Für noch mehr Extrapflege könnt ihr einige Tropfen eures Lieblingspflegeöls hinzugeben. Wenn ihr einen farbigen Lippenbalsam herstellen wollt, dann fügt der flüssigen Mischung für beispielsweise rote Farbe Rote-Bete-Pulver hinzu. Anschließend füllt ihr alles in eine leere Lippenstifthülse oder einem kleinen Tiegel ab und lasst sie fest werden.

Abschminkpads: Oft braucht es nur wenig Geld und Aufwand, um unser Leben nachhaltiger zu gestalten. Schwieriger ist es, sich schlechter Gewohnheiten bewusst zu werden und diese zu ändern. Ein gutes Beispiel ist das Abschminken: Tagtäglich nutzen wir Tücher, Watte und Pads, um unsere Schminke los zu werden – und versenken diese dann im Müll. Dabei lassen sich waschbare Abschminkpads im Nu selber herstellen! Alles, was du dafür brauchst, sind Stoffreste, alte Waschlappen, T-Shirts etc.. Geeignet sind saugfähige Baumwollstoffe, etwas gröbere Stoffe sorgen für einen angenehmen Peeling-Effekt. Schneide kleine Kreise aus (ein Glas eignet sich super als Schablone), lege zwei mit der linken (weniger schönen) Seite aufeinander und nähe sie mit einem Zickzackstich per Hand oder an der Maschine zusammen. Geübtere Näher*innen können sich auch an der etwas hübscheren Wende-Version versuchen. Deine eigenen Abschminkpads sind waschbar und damit immer wieder verwendbar – und machen mit etwas Mühe auch optisch was her, sodass sie sich sehr gut als Geschenkbeilage für selbstgemachte Kosmetik eignen.

Stapeln sich in eurer Dusche auch die Plastikflaschen? Hier ein Shampoo, da eine Spülung, dort eine Haarkur. Das ist aufs Jahr gerechnet ganz schön viel Müll, außerdem viel Geld und – je nach Produkten - viel Gift im Abfluss! In konventionellen Produkten findet sich gerade bei Haarpflegeprodukten häufig Mikroplastik (natürlich unter unverständlichen Namen - schaut z. B. mal nach Dimethicon und ihr habt Silikon gefunden!), welches durch die Kläranlagen nicht herausgefiltert werden kann und dann in unseren Gewässern und schließlich im Meer landet und auch wieder in unserer Nahrung - mit katastrophalen Folgen. Wie wär's also mit einer unschlagbar günstigen, selbstgemachten Haarroutine? Wir stellen euch heute Alternativen zu Haarpflegeprodukten vor, die ihr mit Zutaten aus dem Küchenschrank superschnell selber machen könnt - glänzende, gepflegte Haare garantiert.

Saure Rinse:
Zutaten:
- 2 EL Apfelessig
- 1 l Wasser (lauwarm bis kalt)

So wird’s gemacht: Einfach zusammenmischen, nach der Haarwäsche über Kopfhaut und Haare gießen, fertig! Der Essiggeruch verfliegt mit dem Trocknen der Haare - wer mag, kann den Essig aber auch mit (am besten kaltem) Wasser wieder ausspülen.

Leinsamen-Spülung/Haarfestiger:
Zutaten:
- 3 EL Leinsamen (ganz, nicht geschrotet)
- Wasser
- optional: ätherisches Öl, Sheabutter, andere pflegende Öle

So wird’s gemacht: Die Leinsamen mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag alles in einen Topf geben, aufkochen und 5-10 Minuten köcheln lassen bis eine gallertartige Masse entsteht. Die Mischung nun durch ein feines Sieb abgießen und das Gel auffangen. Ggf. noch weitere pflegende Zutaten oder wenige Tropfen ätherisches Öl hinzugeben. Abkühlen lassen und in die feuchten Haare einkneten. Achtung: je nach Menge der Flüssigkeit wird das Gel mehr oder weniger dickflüssig und funktioniert eher als Leave-On-Spülung oder sogar als Lockenfestiger und Haargel! Da es innerhalb weniger Tage verdirbt, kann man es z.B. in Eiswürfelbehältern einfrieren und dann immer portionsweise entnehmen.

Badesalz: Eine weitere Idee für Ihr Badezimmer - garantiert ohne Mikroplastik und Chemikalien!

Zutaten:
- 200 g Meersalz
- 1 EL Olivenöl
- 5-6 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Lavendel)
- optional: Lebensmittelfarbe

So wird's gemacht: Meersalz und Öle vermischen, falls gewünscht etwas Lebensmittelfarbe hinzugeben, und anschließend in ein Schraubglas füllen. Fertig!

Deocreme: Aluminium in Deodorant ist gesundheitsschädlich, das hat sich wohl mittlerweile herumgesprochen. Konventionelle Deos warten jedoch auch noch mit weiteren Inhaltsstoffen aus dem Chemielabor, dessen Auswirkung auf Mensch und Gesundheit z. T. noch gar nicht bekannt sind. Eine Alternative dazu sind Naturkosmetik-Deos. Oder noch besser: man rührt sich sein eigenes Deo einfach selber an! Das geht schnell, ist deutlich preisgünstiger, spart Verpackungsmüll und man weiß genau, was drin ist. Wir haben uns für eine Deocreme entschieden, die sich sehr gut auftragen lässt und die Haut angenehm pflegt. Probiert selbst!

Zutaten:
- 6 EL Maisstärke
- 1 EL Natron
- 5 EL Kokosöl
- 10 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Teebaum- oder Salbei)

So wird's gemacht: Das Kokosöl erhitzen bis es eine flüssige/cremige Konsistenz hat. Dann alle restlichen Zutaten einrühren, die Mischung in kleine Gläser oder Döschen abfüllen und abkühlen lassen. Achtung: Die Deocreme wird durch das Kokosöl z.T. sehr fest, bei Hauttemperatur jedoch schnell wieder angenehm cremig. Am besten mit einem Spatel/kleinen Löffel eine kleine Menge entnehmen, zwischen den Fingerspitzen anwärmen und auf der Achselhaut verreiben.

Handseife aus Seifenresten:
Zutaten
- Seifenreste
- Blütenblätter
- ätherisches Öl bei Bedarf

So wird's gemacht: Die Seifenreste unter Rühren in einem Topf schmelzen, wenn die Seife flüssig ist, die Blütenblätter und ätherische Öle unterrühren. Die Seife in Formen gießen, und abkühlen lassen. Optional auch mit Lebensmittelfarben oder Kosmetikpigmenten einfärben.

Shampoo-Seife:
Zutaten
- Waage
- Schüssel
-Rührlöffel
- Stabmixer
- Topf
- Tetrapack
- 128 g Olivenöl
- 50 g Rizinusöl
- 100g Olivenöl
- 33 g Rapsöl
- 30 gTraubenkernöl
- 16 g Sheabutter
- 13 g Jojobaöl
- 116 g Kräutertee (Brennessel, Kamille, o.Ä)
- 8 g Zitronensäure
- 58 g NaOH
- 2,5 g ätherisches Öl bei Bedarf

So wird's gemacht: Die Zitronensäure in 20g kaltem Kräutertee auflösen und beiseite stellen. Aus dem restlichen Kräutertee und dem NaOH die Lauge zubereiten und abkühlen lassen. Achtung! Am besten draußen oder am geöffneten Fester zubereiten, die Lösung wird heiß und dampft, die Dämpfe nicht einatmen. Am besten Handschuhe tragen, die Lauge ätzt. Wenn die Lauge abgekühlt ist, die Zitronensäure untermischen. Die Öle schmelzen und auf etwa 40°C runterkühlen. Die abgekühlte Laube vorsichtig dazugießen und mit einem Rührlöffel und Stabmixer abwechselnd zum Andicken bringen. Die Seife ist angedickt, wenn Seifentropfen auf der Oberfläche bleiben, die Seife „zeichnet“. Die ätherischen Öle dazugeben, gründlich verrühren. Die Seife in eine Form gießen, eine aufgeschnittene Tetrapackung hat die richtige Größe für diese Menge. Die gefüllte Form gut isolieren und 24 h stehen lassen. Die Seife aus der Form nehmen und in Stücke schneiden und 4 bis 6 Wochen an einem gut durchlüfteten Ort nachreifen und trocknen lassen.