Sicherheit fürs Südpolarmeer

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Fast die Hälfte unseres Planeten ist bedeckt von Ozeanen, die der gesamten Menschheit gehören. Diese Meere sind unser gemeinsames Erbe – wir müssen sie vor unkontrollierter Ausbeutung bewahren. Profitgier macht auch vor der Antarktis nicht Halt, doch Mechanismen zu ihrem Schutz sind bereits in Kraft: Seit 20 Jahren gilt ein von 26 Staaten unterzeichnetes Umweltschutz-Protokoll, ebenfalls bekannt als „Weltpark Antarktis“. Zunächst bis 2048 dürfen hier keine Bodenschätze abgebaut werden – ein Erfolg, für den Greenpeace geworben und gestritten hat. Doch das vielfältige und empfindliche Ökosystem der Antarktis ist nicht bloß von Ölkonzernen bedroht, auch die Fischereiindustrie wittert im Südpolarmeer mittlerweile gute Geschäfte. Denn ebenso wie in der Arktis sind am Südpol die Auswirkungen des Klimawandels spürbar: Wo früher undurchdringliche Eisdecken waren, können an manchen Orten im Sommer Fischfangflotten kreuzen.

Darum braucht es Schutzabkommen für die Antarktis, die weiter greifen als der „Weltpark“. Erst vor Kurzem traten die Regelungen für ein riesiges Meeresschutzgebiet im antarktischen Rossmeer in Kraft, ein weiteres steht demnächst zur Abstimmung: Beschließt die CCAMLR, die internationale Kommission zum Schutz der Antarktis, das Weddellmeer vor der ausbeuterischen Fischfangindustrie zu schützen, entstünde dort das größte Meeresschutzgebiet der Welt – auf einer Fläche, die fünfmal so groß wie Deutschland ist. Hier können Sie sich weiter informieren und unterzeichnen.